«Alti Sagi» in Leissigen durch Polymechaniker-Lernende saniert
Impressionen Umbau Sagi Leissigen
Wie alles begann
Der Verein «Alti Sagi» hat sich im Frühling 2008 an die Fachkommission der Polymechaniker bzi gewandt und angefragt, ob die Lernenden der Lehrbetriebe helfen könnten, die Transmission zu demontieren, die einzelnen Teile aufzuarbeiten und dann wieder zu montieren.
Grosse Unterstützung durch Lehrbetriebe
Vereinspräsident Beat Steuri freute sich über das durchwegs positive Echo. Alle Lehrbetriebe sicherten ihre Hilfe zu: die BLS, die Zentralbahn, die BOB AG, die Jungfraubahn AG, die WAB AG, die Wandfluh AG, die Ruag Aerospace AG, die Elektromotorenwerk Brienz AG, die Lamag Lagertechnik AG Ringgenberg, die Zobo AG Brienz, die KWO AG, die Nitrochemie Wimmis AG, die Loginberufsbildung Spiez und das Logistikcenter Unterbach.
Erste Aufgaben
Lernende der Nitrochemie Wimmis AG demontierten die Transmission unter der Leitung von Heinz Wittwer. Eine Gruppe Polymechaniker im vierten Lehrjahr nahm in Leissigen das grosse Wasserrad und die verschiedenen Zahnräder ins Visier ihrer Arbeit am Computer. Damit die Lernenden dies tun konnten, mussten sie die Grössen der verschiedenen Bestandteile des Wasserrads und der Transmission ausmessen. Es ging darum, die Masse der Räder, die Form der zum Teil hölzernen Zahnradzähne, die Abstände und das Volumen der Schaufeln des Wasserrads genau auszumessen und zu skizzieren.
Die Lehrbetriebe übernahmen die demontierten Teile und sorgten dafür, dass später kein Sand – oder vielmehr Rost, ausgeleierte Gewinde oder ähnliches – mehr im Getriebe ist.
Ziel der Gruppe bzi
Das Ziel war, eine Vorrichtung mit einem 3D-CAD-Programm zu konstruieren, mit der sich das Wasserrad von der Transmission für den Sägereibetrieb abkuppeln und im Bedarfsfall – wenn die Säge zu Schauzwecken in Betrieb genommen wird – wieder ankuppeln lässt. Dies wurde mit zusätzlicher Hilfe Lernender der KWO Innertkirchen AG realisiert.
Künftig als Museum
Die historische Säge aus dem Jahr 1841 wurde im Laufe der Zeit durch verschiedene Energiequellen angetrieben: zuerst durch ein Wasserrad, dann durch einen Petrolmotor und zuletzt durch einen Elektromotor. Die Alte Säge wird in Zukunft vor allem als kleines Dorfmuseum zur Veranschaulichung dieser drei Technologien dienen. Zudem soll sie auch von Schulen, Privaten und als touristische Attraktion genutzt werden.
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